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3D-Druck

Filament-Cheatsheet: PETG

PETG zuverlässig drucken: sinnvolle Startwerte, Konstruktionstipps, Trocknung und schnelle Hilfe bei Stringing, Düsenablagerungen und Haftungsproblemen.

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PETG verbindet gute Zähigkeit und Schichthaftung mit einer höheren Wärme- und Chemikalienbeständigkeit als PLA. Es ist weniger spröde, kann aber Fäden ziehen, Material an der Düse sammeln und bei Brücken schnell durchhängen.

Wo PETG seine Stärken ausspielt

Typische Anwendungen sind Halter, Gehäuse, Werkstattteile, Schutzbauteile und leicht nachgiebige Konstruktionen. Für lange Brücken oder besonders steife Präzisionsteile gibt es oft geeignetere Materialien.

Bewährte Startwerte

Einstellung Startbereich
Düse 225–250 °C
Heizbett 70–85 °C
Geschwindigkeit 30–60 mm/s
Bauteillüfter 20–60 %
Bauraum Offen, aber zugluftfrei

Plane Passungen etwas großzügiger als bei PLA, verwende drei bis fünf Außenwände und halte Brücken kurz. Bohrungen können leicht untermaßig konstruiert und anschließend aufgerieben werden. Radien verbessern die Belastbarkeit.

Druckbett und Feuchtigkeit

PETG kann auf glattem PEI zu stark haften. Eine dünne Trennschicht schützt die Oberfläche; außerdem sollte die erste Lage nicht übermäßig gequetscht werden. Feuchtes Material verstärkt Fäden und eine raue Oberfläche. Ein üblicher Ausgangspunkt sind vier bis acht Stunden bei 60–65 °C, sofern Hersteller und Spule dies zulassen.

Fehler schnell eingrenzen

  • Stringing: Material trocknen, Temperatur und Rückzug kalibrieren.
  • Materialklumpen an der Düse: Flow, Z-Abstand und saubere Düse prüfen.
  • Schwache Schichten: wärmer drucken und Lüfter reduzieren.
  • Zu starke Betthaftung: Trennschicht einsetzen und Bett abkühlen lassen.
  • Schlechte Brücken: langsamer drucken, Lüfter erhöhen und Spannweite verkürzen.

Für dauerhafte Profile lohnen sich Temperaturturm, Flow-Test, Pressure-Advance-Test und eine kleine Passungsprobe. Bei Gewindeeinsätzen muss die Wärme kontrolliert eingebracht werden, damit PETG nicht großflächig erweicht.